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Interdisziplinäres Seminarangebot


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Interdisziplinäre Veranstaltungen bieten Studierenden sowie jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Perspektiven mit Gesundheitsforschung zu befassen.

Interdisziplinäres Forschungsseminar zur Gesundheitsforschung

Einmal im Semester treffen sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Falkultäten der Universität Augsburg, um sich über Forschungsprojekte, Qualifikationsarbeiten und ihre disziplinären Perspektiven auf das Themenfeld "Gesundheit" auszutauschen.

Bei Interesse können Sie sich den Termin für das nächste Forschungsseminar bereits jetzt vormerken. Dieses findet am 02.02.2018 statt. Das dazuhörige Programm wird rechtzeitig voher hier veröffentlicht. Sollten Sie Interesse an der Teilnahme haben, melden Sie sich bitte direkt bei Dr. Julia von Hayek.

Konzeption und Moderation: Dr. Julia von Hayek, Geschäftsführung ZIG

Programm WiSe 2017/2018 (folgt in Kürze)
Programm SoSe 2017
Programm WiSe 2016/2017
Programm SoSe 2016
Programm WiSe 2015/2016
Programm SoSe 2015


Veranstaltungsreihe und Exkursionen

Lehrveranstaltung: "Bauten für Gesundheit und (Selbst)Optimierung: Krankenhäuser, Sanatorien, Kur- und Schönheitskliniken" (PD Dr. Olaf Gisbertz, TU Braunschweig; Dr. Stefan Hartmann).

Die Veranstaltung versteht sich als offenes Format des interdisziplinären Austauschs zu drei Themengebieten: "Embodiment: Verkörperungen von Gesundheit und Krankheit", "Emplacement: Krankenhaus/Sanatorium, Stadt und Gesellschaft" und "Typologie von Krankenhausbauten".
Unter der Überschrift "Embodiment: Verkörperungen von Gesundheit und Krankheit" sollen visuelle wie textuelle Ein- bzw. Zuschreibungen von Gesundheit und Krankheit untersucht werden: Was gilt jeweils als 'idealer' Körper? Welche Konzepten von Krankheit und Gesundheit finden sich in der Alternativen Medizin und in der Schulmedizin? Welche Bedeutung kommt dem Verhältnis von "Geist" bzw. "Seele" und Körper bei alternativen Heilverfahren sowie im Bereich von Wellness-Angeboten zu?
Im Bereich "Emplacement: Krankenhaus/Sanatorium, Stadt und Gesellschaft" könnte einerseits eine Problemgeschichte des Verhältnisses von Einrichtungen der Krankenpflege und der Stadt - als physischem, bebautem Raum sowie als sozialer Gemeinschaft - umrissen werden. Gleichsam als Gegenbild könnten durch Betrachtung von Sanatorien und Kureinrichtungen die möglichen Bedeutungen der landschaftlichen Einbettung (Heilklima, natürliche Ressourcen wie Heilquellen, ästhetischer Reiz, Gegenbild zur Stadt der Moderne) thematisiert werden. In diesen Zusammenhang gehört möglicherweise auch die Relevanz touristischer Attraktionen und Infrastrukturen im Bereich Medizintourismus.
Die "Typologie von Krankenhausbauten" zielt auf eine architekturhistorische Betrachtung im engeren Sinne: Welche Typen von Krankenhausbauten existieren heute und wie kann deren Genese hergeleitet werden?
Die Schwerpunkte sowie die konkreten Beispiele sollen in der ersten Sitzung (Montag, 24.April, 8.15 - 9.45 Uhr, BCM, 10.Etage, Raum 1006) besprochen werden. Geplant ist ein vierzehntäglicher Turnus mit Doppelsitzungen.

Am 2. Juni wird das Vincentinum besucht; Treffpunkt ist um 9.20 Uhr am Info-Schalter der Klinik Vincentinum. In diesem Fall handelt es sich um eine Überblicksführung, die ca. 1,5 Stunden dauern wird. Im  Anschluss findet im BCM der erste Teil des Workshops statt (Dauer ca. 3h), in dem es um das Vincentinum - bzw. um das Alte Hauptkrankenhaus - gehen wird.

Am 8. Juli findet der zweite Workshopteil statt (9.30 bis ca. 14.30 Uhr). Vorgesehen sind Präsentationen zur Ev. Diakonissenanstalt (Augsburg), zum Heilig-Geist Spital (Augsburg) sowie zur "Waldkuralpe Nervenheil" (Augsburg / Leitershofen).

Für den 14. Juli ist ein Termin in der Hessingpark Clinic vorgesehen, aber noch nicht endgültig bestätigt. Dort ist ein Überblick zur Privatklinik sowie ein Gespräch über die besonderen Anforderungen an Privatkliniken geplant.

Exkursionen: Im Rahmen von drei Tagesexkursionen sollen das Würzburger Juliusspital (28. Mai), Bad Wörishofen (25. Juni) sowie das Klinikum in Großhadern (7. Juli) besucht werden:

Würzburg (28. Mai)
Als fürstbischöfliche Stiftung 1576 gegründet, dominieren das heutige Aussehen des Juliusspitals die Baumaßnahmen des 17. und 18.Jahrhunderts, nicht zuletzt der so genannte „Fürstenbau“ von Antonio Petrini, der auch die historische Rokoko - Apotheke beherbergt. Im Rahmen einer Führung werden wir Teile des historischen Spitalkomplexes, unter anderem die historische Rokoko-Apotheke, besichtigen. Im Anschluss daran erfolgt ein Rundgang durch den historischen Weinkeller, der mit einer kleinen Weinprobe endet. Schließlich stellen die Erträge des Weinguts immer noch eine wichtige Einnhmequelle des Spitals dar. Darüber hinaus haben Patienten in der Regel noch Anspruch auf eine tägliche Versorgung mit Wein. Im Anschluss daran ist ein Rundgang durch die historische Altstadt, u.a. mit Besuch des "Bürgerspitals" sowie des Siebold-Museums, das der gleichnamigen Mediziner-'Dynastie' gewidmet ist, vorgesehen.

Bad Wörishofen (24. Juni)
Der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Kurorts bildete die Wasserkur von Sebastian Kneipp, die der Pfarrer dort Ende des 19. Jahrhunderts praktizierte. Es in kurzer Folge entstehen damals das Sebastianeum, das Kneippianum und die Kneippsche Kinderheilstätte. Durch die Kurgäste wuchs der Ort in der Folgezeit schnell an.  Heute kann Bad Wörishofen exemplarisch stehen für einen Balanceakt zwischen Tradition und Wandel: In Hinblick auf das Angebotsspektrum sind zur Kneippkur etwa Yoga - Kurse, alternative Heilverfahren sowie Wellness - Angebote getreten. Während der Kurpark, das Kurhaus und die Promenade als Kern der Fußgängerzone für Abwechslung bei längeren Kuraufenthalten sorgen sollen, richtet sich das Angebot der Therme Wörishofen wohl vor allem an Tagesgäste, nicht zuletzt an Familien. Ein Museum würdigt das Wirken von Sebastian Kneipp.
Im Rahmen der Exkursion wollen wir möglichst umfangreiche Einblicke in den Kurort und das Kurwesen erhalten. Zum Auftakt werden wir kurz das Kurkonzert hören, danach sehen wir uns gemeinsam das Ortszentrum mit seinen verschiedenen Einrichtungen an. Es folgt ein Rundgang durch den Kurpark mit seinen verschiedenen Themenbereichen. Bei schlechtem Wetter werden wir die Ausstellung "950 Jahre Wörishofen" im Kurhaus besuchen. Den Abschluss bilden soll der Besuch des Kneipp-Museums.

Klinikum Großhadern (7. Juli)
Das Klinikum Großhadern steht exemplarisch für großdimensionierte Krankenhäuser mit Vollversorgung, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf der ‚grünen Wiese‘ errichtet wurden. Das Zentrum des Komplexes bildet das Bettenhaus, das vor gut vierzig Jahren als Scheibenhochhaus 14 Etagen konzipiert wurde. Eine zentrale „Rue Intérieure“ mit Geschäften und einem Café erschließt das 205 Meter lange Gebäude. Das markante Bettenhaus soll in den nächsten Jahren abgebrochen werden. Im Lauf der Zeit wurden weitere Gebäudetrakte angefügt beziehungsweise vorhandene Gebäudeteile modernisiert. Nicht zuletzt wurden „Wahlleistungsstationen“ eingerichtet, die in Ausstattung und Serviceangebot auf einen gehobenen Hotelstandart rekurrieren. Damit bietet der Gesamtkomplex einen Querschnitt der Entwicklung der Krankenhausarchitektur und des Wandels der Erwartungshaltungen in den letzten Jahrzehnten.

Die Anmeldung zu allen Angeboten erfolgt per eMail bitte an Stefan Hartmann (stefan.hartmann@phil.uni-augsburg.de). Detailinformationen zu den Exkursionen (Treffpunkte, Anfahrtmöglichkeiten) folgen.