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Zum Design und methodischen Vorgehensweise im Projekt

 

Die geplante Studie arbeitet mit einem zweigleisigen methodischen Ansatz (‚mixed methods‘): Zunächst geht es anhand von Experteninterviews und Literaturanalyse darum, begründete Hypothesen über den Zusammenhang von Praxisstrategien einerseits und deren Implementierung in die Einrichtungen andererseits aufzustellen. Diese Hypothesen werden durch eine quantitativ-standardisierte Empirie statistisch überprüft. Auf der Grundlage dieser quantitativen und standardisierten Daten können repräsentative Aussagen über stationäre Pflegeeinrichtungen und ihre Versorgung und Betreuungspraxis von Sterbenden gemacht werden, z.B. welche Einrichtungen sich wo auf dem Weg hin zu Hospizkultur und Palliativkompetenz befinden.

Da dabei jedoch nur abgebildet werden kann, was mess- und zählbar ist, wird dem quantitativen Forschungsstrang ein qualitativer Forschungsstrang zur Seite gestellt. Dieser hat zum Ziel, über die statistischen Zusammenhänge hinaus – im Sinne von qualitativ-rekonstruktiven ‚Tiefenbohrungen‘ – in gezielt ausgewählten Einrichtungen die Sichtweisen und Deutungen der unterschiedlichen beteiligten Akteure in ihrer Rolle als Ärztin oder Arzt, Pflegekraft, Bewohnerin und Bewohner, Angehörige etc. sowie die damit jeweils einhergehenden Handlungsmuster und Handlungsspielräume nachzuzeichnen. Im Sinne von typischen Erfahrungsberichten zum jeweiligen Versorgungs- und Betreuungsalltag in der Einrichtung sollen diese Daten detaillierten und umfassenden Aufschluss über Zusammenhänge in der Praxis des Sterbens in Einrichtungen geben, die die Identifikation und das Zusammenspiel von hemmenden und fördernden Faktoren bei der Implementierung von Hospizkultur und Palliativkompetenz ermöglichen.

Konkret umfasst das Projekt folgende Schritte: