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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2018

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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät
Juristische Fakultät
Fakultät für Angewandte Informatik
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät

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Philosophisch-Historische Fakultät


Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät


Einführung in die Gesundheitsökonomik (Bachelor)

Lehrende: Prof. Dr. Robert Nuscheler                                                Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl Finanzwirtschaft, insbesondere Gesundheitsökonomik

Termine: Mi., 06.06. 09:00 - 16:00 Uhr, Fr., 08.06.  09:00 - 16.00 Uhr

Mikroökonomik II

Lehrende: Prof. Dr. Robert Nuscheler, Simon Binder, Philipp Hübler, Andreas Kucher, Christine Leopold
Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Finanzwissenschaft, insb. Gesundheitsökonomik

Inhalte: Dies ist ein Kurs im ersten Studienabschnitt der Bachelor-Studiengänge der Fakultät und er richtet sich grundsätzlich an alle Studierenden der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Die Veranstaltung baut auf der Mikroökonomik I auf und führt die einzelwirtschaftlichen Probleme des Konsumenten und der Firma zusammen. Dieses sogenannte allgemeine Gleichgewicht erlaubt die Modellierung von Interaktionen zwischen verschiedenen Märkten und gibt den Studierenden damit einen tieferen Einblick in die Funktionsweise einer Ökonomie als dies durch die Mikroökonomik I allein gewährleistet werden kann. Es wird dabei zwischen einer reinen Tauschwirtschaft und einer Wirtschaft mit Produktion unterschieden. In beiden Kontexten werden die Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomie thematisiert, die zeigen, dass ein Wettbewerbsgleichgewicht einer Ökonomie unter bestimmten Voraussetzungen effizient ist. Unter Effizienzgesichtspunkten gibt es dann keinen Grund in das Marktgeschehen einzugreifen. Jedoch können Märkte auch versagen, was Ineffizienzen zur Folge haben kann. Weiterhin könnte ein Marktergebnis als ungerecht empfunden werden. In diesen Fällen können staatliche Eingriffe gerechtfertigt sein. So führt fehlender bzw. eingeschränkter Wettbewerb oftmals zu Ineffizienzen. Bei einem monopo-listischen Anbieter können wir nicht von einem effizienten Marktergebnis ausgehen. Neben gewöhnlichem Monopolverhalten werden auch Preisdiskriminierungsstrategien behandelt. Imperfekter Wettbewerb schließt sich der Analyse an (Cournot- und Bertrandwettbewerb), wobei diesem Abschnitt eine Einführung in die Spieltheorie voran geht. Im Zentrum stehen dort das Verständnis von strategischer Interaktion und diverse Gleichgewichtskonzepte. 

Termine: Mo., 16.04. 14:00 - 15:30 Uhr, Di., 08:15 - 11:30 Uhr, Mi., 18.04. 15:45 - 17:15 Uhr, Do., 19.04. 08:15 - 15:30 Uhr, Fr., 04.05 14:00 - 15:30 Uhr, Fr., 15.06. 14:00 - 15:30 Uhr

Seminar Health Care Operations Management

Lehrende: Prof. Dr. Jens Brunner, Steffen Heider
Heimat-Einrichtung: Health Care Operations / Health Information Management

Termine: Mi., 11.04. 10:00 - 11.30, Fr., 27.04. 10:00 - 11:30, Fr., 20.04 10:00 - 11:30

Juristische Fakultät


Vorlesung: Arzneimittel- und Medizinprodukterecht, SP VI

Lehrende: Prof. Dr. Ulrich Gassner                                   
Heimat-Einrichtung:
Lehrstuhl für Öffentliches Recht

Termine: Di. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

Vorlesung: Internationales und europäisches Gesundheitsrecht, SP VI

Lehrende: Prof. Dr. Ulrich Gassner                                                        Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Öffentliches Recht

Termine: Mi. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

Schwerpunktseminar "Aktuelle Fragen des E-Health-Rechts", SP VI

Lehrende: Prof. Dr. Ulrich Gassner                                                        Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Öffentliches Recht

Termine: Die Zeiten der Veranstaltung stehen noch nicht fest

Internationales und europäisches Gesundheitsrecht, SP VI

Lehrende: Prof. Dr. Ulrich Gassner                                                        Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Öffentliches Recht

Termine: Mi. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

Machen Gesundheitsinfos gesünder? - zur Wirkung von Gesundheitsnachrichten

Lehrende: Anja Kalch, M.A.                                                     
Heimat-Einrichtung: Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Rezeption und Wirkung 

Inhalte: Gesundheitsinformationen in den Medien stellen eine wichtige Informationsquelle zum Gesundheitsverhalten dar: Informationen über die nächste Grippeimpfung, die Gesundheit im Winter oder neue Regelungen zu Vorsorgeuntersuchungen sind häufig Anlass, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen und sich weiter zu informieren. Berichterstattungen über negative Erfahrungen mit Vorsorgeuntersuchungen, Impfnebenwirkungen, oder Fehldiagnosen können aber auch dazu führen, dass auf bestimmte Präventions- und Vorsorgemaßnahmen verzichtet wird. Neben dem Verzicht sind auch weitere negative Effekte möglich, wie Stress und Angst an bestimmten Krankheiten zu leiden. Im Seminar werden verschiedene Formen nicht-intendierter negativer Medienwirkungen kennengelernt, bevor anschließend verschiedene Ansätze betrachtet werden, um problematischen Effekten von Gesundheitsinformationen entgegenzuwirken. Anschließend soll im Seminar eine Studie zu diesem Problemfeld entwickelt und durchgeführt werden.  

Termine: Mo. 11:45 - 13:15 Uhr (wöchentlich)

Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät


SozBM2: Theorie/Sozialstruktur/Gegenwartsdiagnosen D

Lehrende: Ann Kristin Augst, M.A.                                                      Heimat-Einrichtung: Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Gesundheitsforschung

Inhalte: In diesem Grundkurs stehen die Konstruktion (und Verschränkung) der (Sozial-) Kategorien Race, Class und Gender im Mittelpunkt. Dafür werden die jeweiligen Begriffe und Konzepte zunächst eingeführt und definiert. Weiterhin werden die Termini Ungleichheit und Differenz zueinander in Verhältnis gesetzt sowie die Beziehung zu o.g. Kategorien aus einer machtkritischen Perspektive diskutiert.

Termine: Mo. 14:00 - 15:30 Uhr (wöchentlich)

SozBM2: Theorie/Sozialstruktur/Gegenwartsdiagnosen E 

Lehrende: Ann Kristin Augst, M.A.                                           
Heimat-Einrichtung: Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Gesundheitsforschung

Inhalte: Dieser Grundkurs beleuchtet die Konstruktion und Verschränkung von sozialer Ungleichheit und Gesundheit. Dafür werden zunächst die relevanten Grundbegriffe erarbeitet sowie der (sozial- und gesundheits-) politische und historische Kontext genauer betrachtet, um anschließend en detail verschiedene Formen gesundheitlicher Ungleichheit zu eruieren und zu diskutieren.

Termine: D0. 11:45- 13:15 Uhr (wöchentlich)

Bioethische Problemfelder am Ende des Lebens 

Lehrende: Prof. Dr. Klaus Arntz                                                            Heimat-Einrichtung: Philosophie mit Schwerpunkt Angewandte Ethik

Inhalte: Die Debatte zum Verbot der „geschäftsmäßigen Sterbehilfe“ ist seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (https://www.bverwg.de/pm/2017/11) vom März 2017, das der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio als verfassungswidrig kritisiert hat (SZ 19.01.2018, siehe online unter: http://www.sueddeutsche.de/politik/sterbehilfe-straftat-oder-akt-der-menschlichkeit-1.3832895), neu entbrannt. Die Organspenden sinken auf einen dramatischen Tiefstand und die Transplantationsmedizin befindet sich in der Krise. Der demographische Wandel rückt Fragen nach der Lebensqualität am Lebensende in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit. Die Reform der Pflegeversicherung und die Möglichkeiten ambulanter und stationärer Palliativmedizin sind weitere Indizien für hohen politischen und ethischen Diskussionsbedarf.
Können Patientenverfügungen eine Lösung sein? Darf man die künstliche Ernährung (=PEG-Sonde) beenden? Soll man sich als Organspender zur Verfügung stellen? Was verstehen wir unter Gesundheit und Krankheit? Diese und ähnliche Fragen werden im Kontext der Vorlesung – vor dem Hintergrund aktueller Debatten – aus ethischer Sicht beleuchtet. 

Termine: Di. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

Autonomie

Lehrende: Prof. Dr. Klaus Arntz                                                
Heimat-Einrichtung: Philosophie mit Schwerpunkt Angewandte Ethik

Inhalte: „Autonomie bedeutet mindestens, dass wir aus guten, eigenen auf Reflexion beruhenden Gründen handeln können, dass wir über die Herkunft unserer Wünsche, Überzeugungen und Pläne, wie überhaupt über den Sinn unserer Vorhaben, nachdenken können, dass wir unseren eigenen Wertvorstellungen folgen und dass wir eingebunden sind in Beziehungen der Anerkennung.“ (Beate Rössler, Autonomie - Ein Versuch über das gelungene Leben, Berlin 2017, 57). Die Bedeutung des Autonomiebegriffs für das Gelingen des Lebens und seine medizinethische Relevanz stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Dabei kommt insbesondere der bioethischen Karriere dieses Begriffs besondere Aufmerksamkeit zu.

Termine: Mi. 14:00 - 15:30 Uhr (wöchentlich)

Hippokrates 2.0 

Lehrende: Prof. Dr. Klaus Arntz                                               
Heimat-Einrichtung: Philosophie mit Schwerpunkt Angewandte Ethik

Inhalte: „Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Gelegenheit vorübergehend, die Erfahrung verräterisch, die Beurteilung schwierig.“ (Hippokrates). 

Mit diesen Worten charakterisierte Hippokrates, der spiritus rector der antiken Medizinethik, die Herausforderungen für die ärztliche Heilkunst seiner Zeit. Das in dem nach ihm benannten hippokratischen Eid zum Ausdruck kommende Grundanliegen, dem Wohl des Kranken zu dienen, hat sich in den fast drei Jahrtausenden, die seither vergangen sind, nicht verändert. Auch die im Text verankerten Grundhaltungen der Fürsorge, Wahrhaftigkeit, Verschwiegenheit und Glaubwürdigkeit sind nach wie vor aktuell. Aber die Rahmenbedingungen, unter denen sie verwirklicht werden sollen, haben sich inzwischen fundamental verändert.
Das ärztliche Standesethos der Antike, das sich dem verantwortungsvollen Paternalismus verpflichtet weiß, ist heute weder zeitgemäß nach sachgemäß. Die persönliche moralische Integrität derer, die im Gesundheitswesen engagiert und involviert sind, ist eine notwendige, aber keinesfalls hinreichende Bedingung, um den komplexen Ansprüchen der modernen Medizin gerecht zu werden. Diese steht mehr denn je in einem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und ökonomischen Zwängen, zwischen Erwartungen und Befürchtungen von Patienten und Angehörigen.
Im Rahmen der Veranstaltung erfolgt zunächst eine historische Vergewisserung (Basislektüre: Hellmuth Flashar), um sodann - in systematischer Hinsicht - Fragen nach der Relevanz des ärztlichen Berufsethos in der modernen Medizinethik zu besprechen (Basislektüre: Robert Veatch).

Termine: Do. 17:30 - 19:00 Uhr (wöchentlich)                                 

ZIG-Summer School - Das Nachleben der Toten.

Lehrende: Prof. Dr. Jean-Pierre Wils                                                
Heimat-Einrichtung: Philosophie mit Schwerpunkt Angewandte Ethik

Inhalte: In den letzten Jahrzehnten hat eine gewaltige Ethisierung des Sterbens und des Umgangs mit den Toten stattgefunden. Die Kategorien der Sterbehilfe und der Organspende stehen stellvertretend für ein ganzes Repertoire ethischer Fragen, das uns bis heute beschäftigt. Es wäre aber ein Missverständnis, wenn man die weitreichenden anthropologischen Kontexte unberücksichtigt ließe, die unsere moralischen Auffassungen einbinden: Kann man den Tod denken? Wieweit reichen Todesangst und Todesfurcht in unsere Leben und wie beeinflussen sie unsere Haltungen angesichts des Sterbens? Können wir über den Tod sprechen, ohne dass wir die verschiedenen Todesarten berücksichtigen? Weshalb stellen wir eine Rückkehr der „Unsterblichkeit“ fest und was ist mit ihr gemeint? Was bedeutet es zu trösten und kann Trost angesichts des Todes überhaupt gelingen? Lässt sich auch diesseits haltloser Esoterik von Nahtoderfahrungen sprechen und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Träumen? Wie gehen wir um mit unserer Trauer und hat sie ein Eigenrecht, wenn wir auf die Versuche schauen, sie möglichst kurz zu halten und gegebenenfalls therapeutisch nachzuhelfen? Die Ethik benötigt eine (vorsichtige) Thanatologie.
Die LV wird von Prof. Dr. Jean-Pierre Wils (Radboud University Nijmegen / NL) als Blockveranstaltung durchgeführt, der im Rahmen einer "Summer School" eine Gastprofessur an der Uni Augsburg (in Kooperation mit dem ZIG) wahrnehmen wird.

Termine: Fr., 20.04 14:00 - 17:00 Uhr, Sa., 21.04. 09:00 - 17:00 Uhr, Mo., 07.05 17:30 -20:00 Uhr, Di., 08.05 17:30 -20:00 Uhr, Mo. 11.06 17:30 -20:00 Uhr, Mi. 13.06 17:30 -20:00 Uhr

Seminar: BA Zusatzmodul: Gesundheitspädagogik 1

Lehrende: Dr. Petra Götte                                                                   Heimat-Einrichtung: Pädagogik

Inhalte: Das Seminar führt in grundlegende Begriffe und Konzepte von Gesundheit, Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention ein und stellt im Anschluss daran Ansätze zur Erklärung gesundheitlichen Verhaltens vor.
Das Seminar ist nur in Kombination mit dem Seminar: Gesundheitspädagogik 2 zu belegen.

Termine: Mo. 11:45 - 13:15 Uhr (wöchentlich)

BA Zusatzmodul: Gesundheitspädagogik 2 

Lehrende: Dr. Petra Götte               
Heimat-Einrichtung:
Pädagogik

Inhalte: Im ersten Teil des Seminars erarbeiten wir einen grundlegenden Sachstand zum Thema Gesundheitswissen und Gesundheitsverhalten (z.B. in Bezug auf Ernährung, Bewegung, Umgang mit Stress). Im zweiten Teil des Seminars werden verschiedene gesundheitspädagogische Praxisfelder vorgestellt (z.B. Ernährungsberatung, Bewegungsförderung, achtsame Körperarbeit).
Das Seminar ist nur in Kombination mit dem Seminar: Gesundheitspädagogik 1 zu belegen. 

Termine: Mo. 14:00 - 15:30 Uhr (wöchentlich)

Lebensformen und Lebensphasen in der Moderne (BA Sozialwissenschaften / BA Erziehungswissenschaften)

Lehrende: Prof.Dr. Werner Schneider            
Heimat-Einrichtung:
Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Inhalte:Seit den 1980er Jahren diagnostiziert die Soziologie eine zunehmende Auflösung der herkömmlichen Form von Ehe und Familie zugunsten einer bis heute fortschreitenden Individualisierung und Pluralisierung privater Lebensformen. Damit einher geht eine wachsende Entgrenzung und Verflüssigung der bislang vorherrschenden Lebensalter-Ordnung mit ihren eindeutigen Kennzeichnungen und Zuordnungen zu verschiedenen Lebensphasen wie Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Alter. Ebenso findet sich eine wachsende Diversifizierung von Lebensverläufen in Verbindung mit einem grundlegenden Wandel der modernen Normalbiographie in ihrer geschlechtsspezifischen Schematik von Arbeit und Leben hin zu flexiblen Wahlbiographien von Männern und Frauen mit neuen, riskanten Wahlchancen und -zwängen.
Die Vorlesung wird sich auf diesen Bereich der privaten Lebensformen und der Lebensalter/-phasen in der modernen Gesellschaft konzentrieren, um entlang einer Diskussion der genannten Entwicklungen einen Einblick in soziologisches Denken zu geben, in soziologische Grundbegrifflichkeiten einzuführen sowie soziologisches Grundwissen zur Theorie und Empirie moderner Gesellschaften zu vermitteln.

Termine: DO. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

SozBM2: Theorie/Sozialstruktur/Gegenwartsdiagnosen C

Lehrende: Anna Bauer, M.A.
Heimat-Einrichtung: Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Inhalte: "Systemtheorie ist eine besonders eindrucksvolle Supertheorie." Das schreibt Niklas Luhmann in der Einleitung zu "Soziale Systeme". Seine Systemtheorie vertrat keinen geringeren Anspruch als eine allgemeine Theorie des Sozialen zu sein, mit der sich alle Bereiche der Gesellschaft erfassen lassen sollen. In diesem Seminar wird es darum gehen, grundlegende Begriffe und Muster systemtheoretischen Denkens kennenzulernen (z. B. Kommunikation, Sinn, Autopoiesis). Wie kann man sich eine Gesellschaft ohne Spitze und ohne Zentrum vorstellen? Was ist überhaupt damit gemeint, wenn von der Gesellschaft als System die Rede ist? Und was ist ihre Umwelt? Und schließlich: Was für eine Bedeutung hat diese Theorie heute noch, 20 Jahre nach Luhmanns Tod?

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber die Bereitschaft, sich auf die Lektüre anspruchsvoller Texte einzulassen. 

Termine: Fr., 04.05. 10:00 - 11:30, Fr., 18.05., Fr., 01.06. 09:00 - 14:00 Uhr, Fr., 15.06. 09:00 - 14:00 Uhr, Fr., 29.06. 09:00 - 14:00 Uhr

SozBM2: Theorie/Sozialstruktur/Gegenwartsdiagnosen F

Lehrende: Kristina Greißl, M.A.
Heimat-Einrichtung: Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Inhalte: Soziale Ungleichheiten sind zentrale und gegenwärtig auch wieder verstärkt öffentlichkeitswirksam diskutierte Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens, die sowohl das Leben des und der Einzelnen als auch die jeweilige Gesellschaftsform prägen. Dabei ist soziale Ungleichheit, die aus soziologischer Perspektive keinesfalls pauschal mit Ungerechtigkeiten in eins zu setzen ist, nicht als gegeben, sondern als gesellschaftliche Konstruktion zu verstehen, die an die historischen Gegebenheiten gebunden ist. Auch soziologische Überlegungen hängen von den politischen und sozialen Problemen des jeweiligen historischen Kontextes ab. Ein Überblick zu den zentralen Modellen und Theorien sozialer Ungleichheit, orientiert an der zeitlichen Achse ihrer Entstehung, soll eine vertiefende Einordnung der verschiedenen Ansätze ermöglichen. Gerade die Diskussion jüngerer Ansätze erfordert im Zuge dessen auch die Erörterung der Frage, wie soziale Ungleichheiten aktuell von Menschen in unterschiedlichen Lagen in Deutschland wahrgenommen, erklärt und gerechtfertigt bzw. infrage gestellt werden.

Termine: Fr., 22.06. 09:00 - 13:00 Uhr, Fr., 29.06. 09:00 - 15:00 Uhr, Fr., 06.07. 09:00 - 13:00 Uhr

Exportmodul für alle Studiengänge: Soziologische Betrachtungen von Geschlecht

Lehrende: Kristina Greißl, M.A.
Heimat-Einrichtung: Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Termine: Mo. 10:00 - 11:30 Uhr (wöchentlich)

Gesellschaft und Gesundheit II 

Lehrende: Dr. des. Debora Frommeld
Heimat-Einrichtung: Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Gesundheitsforschung

Inhalte: Alltagsweltlich erscheinen uns Krankheit und Gesundheit, ja Körperlichkeit im Allgemeinen, als natürliche Ereignisse, denen kulturelle Deutungen allenfalls aufliegen. Nicht zuletzt wird dieser Naturalismus durch die Dominanz der naturwissenschaftlichen Ausrichtung moderner Biomedizin sowie deren Deutung in den Medien gefördert und gesellschaftlich institutionalisiert. Ziel des Seminars ist es, hinter diese verengte Sicht zurück zu treten und sozialwissenschaftliche Theorien und Modelle kennen zu lernen, die sich mit der gesellschaftlichen Genese und sozialen Deutungsprozessen von Krankheit und Gesundheit auseinandersetzen. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Teilnahme am Seminar „Gesellschaft und Gesundheit I“ (WS 17/18) oder vertiefte Kenntnisse im Bereich der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Termine: Mi. 14:00 - 15:30 Uhr (wöchentlich)

HFSPO-12-SuG-1, Sport und Gesundheit !Blocktermin!

Lehrende: PD Dr. Ulrike Röger-Offergeld
Heimat-Einrichtung: Institut für Sportwissenschaft

Termine: Mi., 30.05. 10:15 - 11:45 Uhr, Mi., 06.06. 10:15 - 11:45 Uhr, Mi., 13.06. 10:15 - 11:45 Uhr, Mi., 20.06. 10:15 - 11:45 Uhr, Mi., 27.06. 10:15 - 11:45 Uhr, Mi., 04.07. 10:15 - 11:45 Uhr

SOW-0048/SOW-0013/SOW-0023/SOW-0045: Care: Zwischen Liebe und Arbeit

Lehrende: Sabine Krauss, M.A.               
Heimat-Einrichtung:
Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Inhalte: Der Care-Begriff hat in den letzten Jahren in der deutschen Sozialforschung deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Begriff „Care“ ist allerdings komplex und nicht eindeutig. Nach Brückner umfasst Care bzw. Sorgearbeit „als Kombination von Wissen, Handeln und Gefühlen (…) den gesamten Bereich der Fürsorge und Pflege, d.h. familialer und institutioneller Aufgaben der Gesundheitsversorgung, der Erziehung und der Betreuung in unterschiedlichen Phasen des Lebenszyklus (Kinder, pflegebedürftige und alte Menschen) sowie der personenbezogenen Hilfen in besonderen Lebenssituationen (…)“ (2009:10). Allerdings ist für andere Autor_innen auch die Selbstsorge ein Teil von „Care“ (so z.B. Ehrwein Nihan 2013:94).
Der Begriff „Care“ sprengt alte Dichotomien von Privatheit versus Öffentlichkeit, sowie von bezahlter versus unbezahlter Arbeit und ist eng verwoben mit wohlfahrtstaatlichen Modellen und ihren Krisen.
Im Seminar gehen wir den vielfältigen Aspekten des Care-Begriffs entlang der Aspekte „Liebe“ und „Arbeit“ nach.

Termine:  Fr., 13.04. 11:45 - 13:15 Uhr, Fr., 27.04. 09:00 - 14:00 Uhr, Fr. 04.05. 09:00 - 14:00 Uhr, Fr. 11.05. 09:00 - 14:00 Uhr, Fr. 18.05. 09:00 - 14:00 Uhr

Philosophisch-Historische Fakultät


Ü (M.A.): Gesunder Alltag zum Wohle der Gemeinschaft? - Gesundheitserziehung, Hygieneaufklärung und Prävention in der DDR

Lehrende: Dr. Diana Egermann-Krebs                                                   Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Der menschliche Alltag ist durchzogen von routinierten Maßnahmen zur Hygiene. Ob wir uns die Hände waschen, die Zähne putzen oder den Tisch nach dem Essen abwischen, all dies sind kulturelle Ausformungen und Prägungen, die zu großen Teilen anerzogen sind. Nicht nur die einzelne Familie oder Gruppe, sondern auch der Staat trägt seinen Teil dazu bei. In diesem Seminar wollen wir uns ansehen, wie der Staat als exogene Dominante auf das kulturelle System wirkt. In der Übung soll speziell das Verständnis und die Umsetzung der ehemaligen DDR untersucht werden. Welche staatlichen Einflusssphären gab es? Was wurde als medizinisch richtige Praktik angesehen und wie nahm der Staat, mit welchen Mitteln und über welche Multiplikatoren Einfluss auf das Hygiene- und Sauberkeitsverhalten sowie das Gesundheitsverhalten seiner DDR-Bürger?

Termine: Fr., 04.05. 14:00 - 19:00 Uhr, Sa., 05.05. 09:00 - 18:00 Uhr, Fr., 08.06. 14:00 - 19:00 Uhr, Sa., 09.06. 09:00 - 18:00 Uhr 

HS (M.A.): Medical Anthropology, Alternative Healing Practices, and Ecology

Lehrende: Dr. Carolin Ruther                                            
Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Medical Anthropology is a growing and by now prominently well-established branch of anthropology, dealing with aspects of the meanings given to illnesses and their therapeutic treatment throughout the world, from small-scale rural societies to large cosmopolitan cities. Its origins lie in the practices of tribal societies, but its methods of enquiry and theoretical bases can be applied to any medical situation, including the questions of doctor-patient interactions in biomedical contexts. This seminar draws on medical anthropology in a global perspective with a special focus on alternative healing practices and ecology (e.g. shamanism, spiritual healing, folk medicine, interplay between global environmental change and worldwide health/illness problems etc.). We will read the most relevant literature concerning this research area and discuss different examples together to deepen our understanding of (public) health issues around the world and their connection with culture, society, environment, and/or policy.

Hausarbeiten können sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch geschrieben werden. 

Termine: Die Zeiten der Veranstaltung stehen noch nicht fest

Praxisorientiertes Seminar zur Stressreduktion nach MBSR (mindfulness based stress reduction)

Lehrende: Marlene Lippok M.A.                                                
Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Achtsamkeit (Begriff und Definition); Wahrnehmen mit den Sinnen;
Perspektivenwechsel. Körperwahrnehmung durch Body Scan (achtsame
Körperreise); Meditation und Gehmeditation. Stressbewältigung, Umgang mit Gedanken und Grübeln, Meditation und Übung zum Innehalten. Achtsame Kommunikation und Alltag, auch Umsetzung im Unterricht.   

Termine: Fr., 04.05. 14:00 - 16:00 Uhr, Fr., 18.05. 14:00 - 16:00 Uhr, Fr., 08.06. 14:00 - 16:00 Uhr, Fr. 15.06. 14:00 - 16:00 Uhr

EWS-AP-11: Geschlechterwelt Schule. Doing Gender Discourse: Mädchen und Jungen in der Schule

Lehrende: Marlene Lippok M.A.                                                            Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Das Seminar erprobt von einer „doing collective biography“ ausgehend die reflexive Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der Schule. Im Zentrum stehen aktuelle Forschungsergebnisse (mit Schwerpunkt reflexive Koeduaktion und doing gender discourse), die im Anschluss auf ein pädagogisches Handeln hin reflektiert werden. So kreist das Seminar zum einen um unterschiedliche geschlechtliche Existenzweisen und ihre Sichtbarkeit in der Schule und zum anderen um die Historizität geschlechtlicher Konstruktionsprozesse. Die Dimension der Vulnerabilität (Verletzlichkeit) durchzieht dabei das gesamte Spektrum pädagogischer Beziehungsarbeit und wird im Seminar unter gendersensiblen Aspekten dialogisch, experientiell und experimentell herausgearbeitet.

Termine: Fr., 29.06. 10:00 - 17:00  Uhr, So. 01.07. 10:00 - 17:00 Uhr

PS (B.A.): Die Kulturgeschichte der Kremation

Lehrende: Marlene Lippok M.A.                                                          Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Die Kremation mit anschließender Bestattung der Totenasche entwickelte sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zur am meisten nachgefragten Bestattungsart. Ihre Einführung ab dem 19. Jahrhundert stellt laut Norbert Fischer die bedeutendste Zäsur im Umgang mit Verstorbenen in den letzten Jahrhunderten dar. Im Kontext von hygienischen, medizinischen und technisch-industriellen Diskursen spricht er von einer Modernisierung und Technisierung des Todes, wodurch sich die Bestattungskultur grundlegend verändert hat. Im Seminar soll die Kulturgeschichte der Kremation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Beginnend bei ihren antiken Wurzeln über die Einführung der modernen Feuerbestattung im 19. Jahrhundert bis hin zu den unterschiedlichen Facetten moderner Bestattungskultur werden auch Themenbereiche aus Kunst, Architektur und Theologie beachtet.

Termine: Mi. 11:45 -13:15 Uhr (wöchentlich)

Zwischen "Tod auf dem Nil" und "Love Boat" - populäre Kreuzfahrtdarstellungen

Lehrende: Dr. Stefan Hartmann                                                          Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Inhalte: Luxus, Liebe, Fernweh, aber auch Gefahren, Intrigen und Mord – Kreuzfahrten haben ganz unterschiedliche Konnotationen. „Das Traumschiff“ etwa präsentiert seit 1981 die ‚schöne, heile Welt‘ der Kreuzfahrt im ZDF. Im Seminar werden wir uns anhand verschiedener Medien und Gattungen (z.B. Romane, Filme, TV-Serien, Doku-Formate) einen Überblick verschaffen. Diese mehr oder minder fiktionale Außenperspektive soll ergänzt werden um die Betrachtung der Selbstdarstellung von Reedereien (Kataloge, Webseiten, Facebook-Auftritte etc.) sowie um Berichte von Kreuzfahrt-Urlaubern und Interessierten (Internet-Foren, Blogs, ggf. Interviews). Lassen sich hier Gemeinsamkeiten finden? Ergibt sich aus der vergleichenden Analyse eine Art Vorstellungs- bzw. ‚Erwartungskatalog‘, der vielleicht auch dazu beitragen kann, den anhaltenden Boom sowohl der Tourismussparte als auch der populären Darstellungen zu erklären? Wie operieren Reedereien in ihrer Selbstdarstellung dezidiert mit Traditionen, welche Motive und Topoi greifen sie auf?

Termine: Mi. 14:00-15:00 Uhr (wöchentlich)

Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät


Ressourcenspezifische Herausforderungen im Energie- und Gesundheitswesen

Lehrende: Dr. Simon Meißner                                                   
Heimat-Einrichtung: Lehrstuhl für Ressourcenstrategie

Termine: Do. 08:15 - 09:45 Uhr (wöchentlich)

Fakultät für Angewandte Informatik


Klima und Klimawandel in Gebirgsräumen  

Lehrende: PD Dr. Christoph Beck                                              
Heimat-Einrichtung: Institut für Geographie

Termine: Mo. 11:45 - 13:15 Uhr (wöchentlich)

Katholisch-Theologische Fakultät


Ethik des Lebens II: Ethische Problemfelder am Ende des Lebens     

Lehrende: Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl                                             Heimat-Einrichtung: Pastoraltheologie

Termine: Do. 08:15 - 09:45 Uhr